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1. Hilfe Kurs für die 4. Klässler 2010 Drucken
Geschrieben von: Rossa, Sascha   

1. Hilfe Kurs für Viertklässler 2010

Pünktlich zum Schuljahresende fand in diesem Jahr, nunmehr zum dritten Mal, am 12. und 13.07.2010 der 1.-Hilfe-Kurs für unsere Viertklässler statt. Gerade vor dem Schulwechsel und dem damit verbundenen größeren Aktionsradius der Kinder ist das richtige Verhalten in Notfallsituationen von großer Bedeutung. 
Hintergrund des zweitägigen Kurses ist, unsere Kinder in die Lage zu versetzen in Notfallsituationen wichtige Hilfe leisten zu können, Hilfe zu organisieren und auch bei der Erstversorgung von Verletzten oder kranken Menschen einen wichtigen Beitrag leisten zu können. Der Kurs soll den Kindern einen Leitfaden und Tipps mitgeben, um auch in solchen Extremsituationen nicht hilflos dabei stehen zu müssen.
 
In diesem Jahr konnte der Förderverein wieder auf das Team um Dr. med. Armin Wöhrle als Kursleiter bauen. Dr. Wöhrle ist Oberarzt der Intensivstation des Klinikums Esslingen und Notarzt des Standorts Esslingen. Unterstützt wurde er durch die beiden Notaufnahmeschwestern des Klinikums Esslingen Iris Reichle und Katja Schelling. Die beiden aktiven DRK'lerinnen der Bereitschaft Aichwald haben bereits Erfahrung mit einem ähnlichem Projekt, "Kindern die Angst nehmen", gesammelt, das sie mit Vorschulkindern in Aichwald durchgeführt haben.

Zentraler Bestandteil des Kurses ist, die Kinder spielerisch an Alltagssituationen heranzuführen, in denen es zu einem Notfall kommen kann, und sie in die Lage zu versetzen einen richtigen Notruf abzusetzen. In Rollenspielen wurden die 5-W-Fragen eingeübt und gefestigt:
Wo / Was ist passiert/ Wie viele Verletzte / Welche Verletzungen / Warten auf Rückfragen

Die Kinder wurden in dem Kurs auch mit den notwendigen physiologischen und anatomischen Grundlagen wie Atmung und Kreislauf des Menschen, Skelettaufbau, Lage und Funktion der Organe, sowie der Muskeln vertraut gemacht.
Anschließend wurde das theoretische Wissen in praktische Fertigkeiten der Erstversorgung umgesetzt. Dabei legten sich die Kinder in Gruppenübungen gegenseitig verschiedene Verbände an, schienten Knochenbrüche und übten die stabile Seitenlage.

Mit Hilfe von Übungspuppen, an denen die Kinder die erlernten Wiederbelebungstechniken einüben konnten, soll den Kindern die Angst genommen werden, in einem Notfall selbst lebensrettende Maßnahmen zu ergreifen.
Die Anwendung eines Defibrilators wurde von dem Arzt und den Schwestern ebenfalls an der Übungspuppe vorgeführt.

Durch einen geschickten Wechsel zwischen theoretischen Inhalten und praktischen Übungen gelang es Dr. Wöhrle und seinen Assistentinnen, dass es nie langweilig und der Kurs somit zu einer tollen Erfahrung für die Kinder wurde.
An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an die Kursleiter, die den Kurs ehrenamtlich mit viel Spaß, Freude und Engagement durchgeführt haben.